Stellen Sie sich vor, Sie sitzen im Schauspielhaus. Die Lichter erlöschen, aus dem Dunkel ertönt die Stimme von Trudi Gerster, wohlig lassen Sie sich in Ihre Kindheit zurücksinken. Der goldene Vorhang öffnet sich, der gestiefelte Kater tritt auf und sagt - die Aufführung von «Der Gestiefelte Kater» könne leider nicht stattfinden.
Was jetzt beginnt, wird all Ihre Erwartungen übertreffen. Ich muss Ihnen verbieten, sich grossartig über das Stück zu informieren. Wirklich konservative Freunde des klassischen Theaters könnten es dem ein oder andern Beispiel vormachen (So geschehen während der Vorstellung am 19.09.08, bei Spielminute 29) und den Saal verlassen und dazu ein fluchendes Selbstgespräch führen mit den O-Ton: "Komm André! Pfui, das ist nichts. Komm André, öffne einfach die Tür und verlass das Theater." Die restliche Spielzeit, die sich im übrigen an die klassische Spielfilmzeit von 90 Minuten - ohne Werbung - hält, können Sie sich zurücklehnen, um sich von allem verzaubern zu lassen, was das Theater an spielerischem repertoire zu bieten hat.
Regisseur: Jan Bosse +++ Dramaturgin: Gabriella Bussacker
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